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Auslandssemester in Edinburgh

Loch Ness Tour

Wie wir vor Kurzem schon berichtet haben, haben wir uns gestern auf den Weg zum Loch Ness gemacht und den zuvor gecancelten Trip nachgeholt. Es war ein toller und sehenswerter Tag, den wir gemeinsam mit Kristians Eltern erlebt haben. Hier nun der lang ersehnte Loch Ness – Blogeintrag!

Wir starteten Samstag Morgen um halb neun und fuhren bei strahlender Sonne mit dem Reiseunternehmen TheLochNessTour.com in Richtung Highlands. Da es eine sehr lange Busreise war (insgesamt 13 Stunden; von 08.30 – 21.30 Uhr) wurden genügend Stops eingeplant, die nicht nur zur Nahrungsaufnahme dienten, sondern, vor allem für fantastische Ausblicke und tolle Fotomöglichkeiten sorgten. Auch an Informationen hat es während dieser Busreise grundsätzlich nicht gemangelt. Das kürzlich neu gegründete Busunternehmen versorgte die Gäste mit Reisemappen, in denen neben dem Bordservice auch der genaue Tagesplan aufgelistet war. Für schottische Verhältnisse also eine durchaus gut organisierte Tour! Zusätzlich liefen während der Fahrt immer wieder kleine Filme, die Informationen über die jeweilige Gegend oder Region zeigten. Allerdings war die Technik noch nicht zu 100 % ausgereift, sodass die Beiträge nicht immer zu sehen oder zu hören waren.

Unser erster Stop wurde in der kleinen Stadt Callander gemacht. Dort vertraten wir uns eine Weile die Füße, gingen eine kleine Runde spazieren und kauften sogar ein Vollkornbrot in einer beliebten Bäckerei (wobei sich im Nachhinein herausstellte, dass es ein getarntes Weißbrot im dunklen Mantel war :)). Kristian probierte außerdem eine Tart (eine Art Törtchen), welches gut schmeckte und sehr zu empfehlen ist.

Nach einer Weile hielten wir dann für einen Fotostopp beim Loch Tulla an, der aus der Ferne betrachet wirklich beeindruckend war. Auch die umliegende Landschaft war unglaublich schön. Dieser erste Halt ließ die Vorfreude auf den Tag noch weiter ansteigen.

Glencoe war unser nächstes Ziel, eine Ortschaft, welche im gleichnamigen Tal im Nordwesten Schottlands zu finden ist. Bekanntheit erlangte die Gegend durch ein in den 1690er Jahren stattgefundenes, politisch motiviertes Massaker gegen den Clan der MacDonalds und Hendersons. Heutzutage ist das Gebiet für seine wunderschönen Wanderwege und eines der wenigen Skigebiete Schottlands berühmt. Ebenfalls diente der Ort als Filmlocation für den 2012 erschienen James Bond Film Skyfall. Das nachfolgende Video zeigt ab Minute 0:45 einen Vergleich des Filmortes mit der benannten Filmszene:

Anschließend machten wir Halt am Loch Lochy, ein weiterer wunderbarer See Schottlands. Jeder dieser Lochs hat seinen ganz eigenen Charm und lädt sicherlich zum Verweilen ein, vor allem wenn man so ein Glück mit dem Wetter hat wie wir. Es war ein sonniger und für schottische Verhältnisse ein sehr warmer Tag, der die Eindrücke umso schöner wirken ließ.

Es folgte ein nächster Loch, dieses Mal allerdings die Hauptattraktion der Tour, der größte See Schottlands – Loch Ness. Wir hielten in dem kleinen Ort Fort Augustus an. Nach einer kurzen Stärkung in einem Restaurant bzw. einer Bestellung „for take away“ unternahmen wir eine einstündige Schiffstour über den großen See. Bei einem tollen Ausblick ließen wir uns dann auf Deck unser Essen schmecken (Speisen durften nur an Deck zu sich genommen werden) und sorgten mit unseren Pizzaschachteln u.ä. für lächelnde oder grimmige Gesichter bei den anderen Gästen. Wir hatten definitv unseren Spaß, denn wer kann schon behaupten auf dem Loch Ness eine Pizza genossen zu haben?! Übrigens: Das Monster Nessie haben wir leider nicht gesehen…

Unser vorletzter Halt war  am Commando Memorial, welches zu Ehren der gefallenen schottischen Soldaten während des zweiten Weltkrieges errichtet wurde. Mitten im Nirgendwo wurden in Nähe dieser Gedenkstätte die britschen „Commando“-Einheiten ausgebildet. Mittlerweile wurde ein weiteres Denkmal errichtet, an dem die Menschen die Trauer ihrer gefallenen Familienmitglieder bekunden können. Unter anderem befanden sich viele Bilder und Andenken an junge Männer, die in den letzten Jahren in Afghanistan verstorben sind.

Damit die Rückreise nicht all zu lange wurde, machten wir noch einen etwas längeren Halt in dem Ort Pitlochry. Dort stärkten wir uns mit einer leckeren Lauch- und Kartoffelsuppe. Dieser Stopp war durchaus angebracht, da die Tour schon ziemlich zeitintensiv gestaltet war und man die meiste Zeit im Bus verbrachte. Dennoch ist dieser Trip sehr lohnenswert, da man unglaublich viel von den Highlands und den vielen verschiedenen Landschaften Schottlands zu sehen bekommt und massenweise Eindrücke mit nach Hause nehmen kann. Eine solche Highlandtour ist mehr als nur zu empfehlen!

Wir wünschen euch einen schönen Wochenstart und senden schottische Grüße in die Heimat! Cheers!

Julia & Kristian

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1 Comment

  1. Reiner & Marion

    Den Blogeintrag sowie die geschilderten Eindrücke und Erlebnisse bestätigen wir gerne. Es war ein sehr schöner Tag, der uns noch lange in Erinnerung bleiben wird. Um ehrlich zu sein, wir sind mittlerweile „kleine“ Schottland-Fans geworden.

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