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Auslandssemester in Edinburgh

Private sightseeing tour through Edinburgh

Ich wurde von Kristian erneut darum gebeten, einen Blogeintrag zu verfassen. Dieses Mal zu recht, da es sich hierbei um einen Beitrag handelt, der mit meinem vorgezogenen Geburtstagsgeschenk zusammenhängt. Da ich nächste Woche nicht nur Geburtstag habe, sondern zugleich auch noch mein Sprachunterricht beginnt, haben wir uns dazu entschieden, mein Geschenk schon vorab einzulösen. Hierbei handelte es sich um eine Sightseeing Tour durch Edinburgh, die Kristian eigens für mich geplant hatte. Er übernahm dabei die Rolle des Stadtführers und zeigte mir all jene Dinge, die er in seiner bisherigen Zeit hier erfahren konnte.

Am Mittwochmittag starteten wir. Obwohl die Sonne schien, war es sehr windig und wir packten Mütze, Handschuhe und Schal in den Rucksack (die perfekte Ausstattung für einen Trip durch Schottlands Hauptstadt). Nach einer halbstündigen Busfahrt stiegen wir am Scottish Parliament aus, welches, wie Kristian gehört hatte, zu eines der hässlichsten Gebäude der gesamten UK gewählt wurde (und das, obwohl nicht nur die ursprünglich dafür vorgesehenen 40 Mio. £, sondern sogar 400 Mio. £ investiert wurden). Gegenüber dem Parlament, am Fuße des Arthur´s Seat, liegt „The Queens Gallery“. Wie es der Name schon verrät, residiert hier die Queen, wenn sie in Schottland ist.

Anschließend schlenderten wir die bekannte Straße „Royal Mile“ entlang, die tatsächlich ca. eine Meile lang ist und zu eines der Touristenhotspots in Edinburgh zählt. Kristian zeigte mir eine schmale Gasse, die hier allgemein als „Close“ bezeichnet wird und typisch für die Hauptstadt ist. Durch manche dieser Gassen gelangt man zu kleinen schönen Gärten, die abseits der Straße liegen.

Daraufhin kamen wir an dem Pub „The World´s End“ vorbei, in dem wir ein paar Tage zuvor mit Daan einige Pints getrunken hatten (ich bevorzuge das Tennent´s Bier, da es ähnlich wie Kölsch schmeckt). Dieser Pub erhielt seinen Namen deshalb, weil Edinburgh im 16. Jahrhundert ummauert war und der Pub an den Toren bzw. Grenzen dieser Stadtmauer lag. Da die Einwohner befürchteten, dass hinter den Mauern Gefahren drohten, zählte all das, was sich hinter den Mauern befand, nicht zu dieser Welt. Somit lag der Pub am „Ende der Welt“.

Nach einem kurzen Stopp in einem Café, inklusive einer Stärkung mithilfe von Cappuccino und Cheese- & Carrotcake, wurde ich mit einer Eintrittskarte für das „Mary King´s Close – Museum“ überrascht, die mir Kristians Eltern zukommen ließen (an dieser Stelle noch einmal vielen Dank an Marion und Reiner!). Bei diesem Museum handelt sich um eine alte Gasse, die unterhalb der heutigen Stadt liegt. Mit einem schottischen Guide stiegen wir also hinab und begutachteten die alten Gemäuer, Wohnungen, Werkstätten, Kuhställe, usw., der Gasse. Leider hatte dieser Guide einen sehr unverständlichen schottischen Akzent, weshalb ich nicht viel von dem verstand, was er uns erzählte. Dank Kristian, der vorab mit seinen Eltern schon einmal in diesem Museum war und eine verständliche Führung genoss, konnte ich doch noch ein paar Neuheiten über diesen Teil der Stadt erfahren. So erfuhr ich z.B., dass die Menschen ohne Sanitäranlagen o.ä. dort mit mindestens 20 Personen auf engstem Raum lebten und wie es war, als die Pest ausbrach. Warum die „Mary King´s Close“ heutzutage unter der Erde verborgen liegt, liegt daran, dass einst die Dächer aufgrund der Instabilität abgetragen wurden, die Mauern an sich aber als Fundament für neue Gebäude verwendet werden konnten. So entstand über der Close etwa ein Marktplatz und weitere Gebäude, so wie sie heute noch aufzufinden sind.

Daran anschließend begann, wie Kristian es selbst bezeichnete, der „epische Teil“ dieser Tour. Damit war mir sofort klar, dass es in irgendeiner Weise mit Harry Potter zusammenhängen musste. Und so war es auch! Er zeigte mir das bekannte „elephant house“, in dem die Autorin J. K. Rowling Teile ihrer berühmten Fantasy-Romanreihe schrieb. Natürlich erhielt ich noch viele weitere magische Eindrücke, die ich an dieser Stelle aber nicht näher beschreibe, da wir bzw. ich in naher Zukunft Besuch von Harry Potter-Fans bekomme und nichts verraten möchte. Allerdings werden wir zu einem späteren Zeitpunkt hierzu einen eigens dafür vorgesehenen Blogeintrag schreiben.

Ein weiteres Highlight war die Geschichte des kleinen Hundes Bobby. Der Legende nach lebte er im 19. Jahrhundert. Als sein Herrchen starb, lief er tagtäglich zu dessen Grab und trauerte um ihn. Da Bobby dies mehrere Jahre lang tat, wurde er irgendwann bekannt „wie ein bunter Hund“. Als auch der Hund starb, begrub man ihn ebenfalls auf dem Friedhof, auf dem auch sein Herrchen begraben lag. Auch heute noch legen viele Menschen Stöckchen auf das Grab des Hundes, um ihn zu ehren.

Zum Abschluss des Tages ließen wir uns noch ein Pint schmecken und probierten das bekannte und allseits beliebte „garlic bread“ (wer Knoblauch mag, dem kann ich es nur wärmstens empfehlen). Hierbei entschieden wir uns für „The Last Drop“, von dem Kristian in einem anderen Eintrag bereits berichtet hat.

All in all it was a great birthday present and a very nice day. I am really grateful and have to thank you, Kristian!

Cheers,
Julia

P.S.: Leider fällt der geplante Loch Ness Ausflug aus, weshalb sich der Eintrag diesbezüglich noch etwas verschieben wird.

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2 Comments

  1. Reiner

    Hallo Julia,
    das war ein tolles Programm von Kristian. Vieles kam uns bekannt vor. Beim nächsten Aufenthalt in Edinburgh werden wir die Sehenswürdigkeiten einer näheren Betrachtung unterziehen, weil wir bei unserem Kurzaufenthalt dazu keine Zeit hatten. Wir wünschen Euch noch einen schönen Aufenthalt und nochmals alles Gute zum Geburtstag.
    Cheers Marion & Reiner

  2. Julia

    Vielen lieben Dank euch :)!
    Greetings from Edinburgh

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