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Auslandssemester in Edinburgh

Football: Knights vs. Predators

Nicht nur in Schottland, sondern auch im restlichen Groß-Britannien, hat der Sport einen sehr hohen Stellenwert. Neben Fußball ist hier insbesondere Rugby oder auch American Football sehr beliebt. Da meine Universität eine eigene Mannschaft betreut, habe ich mich am Sonntag dazu entschlossen, dass Spiel der Napier Knights gegen die Edinburgh University Predators auf dem lokalen Sportplatz anzuschauen.

Bereits in den Wochen vor dem Spiel ist mir aufgefallen, dass die Einheimischen hier eine besondere Verbindung zum Sport haben. Gefühlt befindet sich hier an jeder zweiten Straßenecke ein Pub, in dem jegliche Art von Sportübertragungen angeboten werden. Sogar die Stammkneipe meiner Universität bietet tägliche Livestreams auf einer Großleinwand an, anlässlich zum Super-Bowl-Wochenende und dem Six Nations Rugby Turnier wurde dort ordentlich aufgerüstet:

Um die Sportevents noch etwas reizvoller zu gestalten, gehen sehr viele Schotten vor dem eigentlichen Spielbeginn noch in eines der unzähligen Sportwettenbüros. Man findet hier wirklich an jeder Ecke eine Ladbrokes, Scotbet, Coral oder William Hill Filiale, die neben Sportwetten auch Angebote im Entertainmentbereich (z.B. die Oscar-Verleihung) oder der Politik bieten. Der Wettvielfalt scheint in diesem Land keine Grenze gesetzt zu sein, es ist sogar möglich auf Trumps Mauerbau um das Grenzgebiet in Mexiko zu wetten:

(Bild: Trump Wette | © 2017 Semester-in-Schottland.de)

Ich glaube wenn man unter Spielsucht leidet sollte man in jedem Fall das Vereinigte Königreich meiden! 😀

Wie dem auch sei, das Footballspiel der beiden Universitätsmannschaften stand am Sonntag auf dem Programm und so entschloss ich mich, mit meinem Kommilitonen Daan, um 14 Uhr in Richtung Meggetland Stadium zu fahren. Da ich die Spielregeln noch nicht so ganz inne hatte, habe ich mir auf der Busfahrt zum Sportplatz noch ein paar Youtube-Tutorials angeschaut. Theorie und Praxis sahen jedoch leider etwas anders aus. Vor Ort gab es leider keine Anzeigetafel, wodurch Spielstände und Spielzeit nicht erkennbar waren – wobei dies in den ersten 30 Minuten eher nebensächlich war. Es passierte nichts. Absolut gar nichts!

Beide Teams kämpften ein paar Yards nach vorne, ein paar Yards zurück, ohne einen wirklichen Raumgewinn verbuchen zu können. Als Außenstehender konnte ich die Fazination dieses Sports jedoch leider nicht ganz nachvollziehen. Nach unzähligen Unterbrechnungen und Auswechselungen wurde es dann endlich Zeit für einen kleinen Pausensnack an der warmen Theke (auf dem Spielfeld war es verdammt kalt!):

(Bild: Snack | © 2017 Semester-in-Schottland.de)

Nach der Pause ging es ein klein wenig spannender zu, das Spiel ging letztendlich 14:13 für die Napier Knights aus:

(Bild: Knights vs. Predators | © 2017 Semester-in-Schottland.de)

(Bild: Meggetland Stadium | © 2017 Semester-in-Schottland.de)

(Bild: Napier Knights | © 2017 Semester-in-Schottland.de)

(Bild: Knights Cow | © 2017 Semester-in-Schottland.de)

Das nächste größere Sport-Event findet in Edinburgh am 25.02. statt, im Rahmen des Six Nation Turniers spielt die schottische Nationalmannschaft nur wenige Straßen von meiner Wohnung entfernt. Da ich leider nicht ganz so vom Rugby bzw. Football begeistert bin, werde ich mir das Spiel vermutlich nur in einem der Pubs anschauen. Die Eintrittspreise (und auch die Hotelpreise an diesem Wochenende) sind leider nicht bezahlbar. Vor ein paar Tagen erzählte mir ein Schotte, dass es für ihn günstiger wäre, ein Spiel bei Borussia Dortmund oder Bayern München (ink. Flug) zu schauen, als den regulären Preis in einem der Stadien hier zu zahlen – cheers!

Bis demnächst,
Kristian

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3 Comments

  1. Reiner

    Jetzt ist mir klar, weshalb bei unserem ersten Besuch in Edinburgh vom 24. – 26.02.17 die Hotelpreise „explodiert“ sind. Aber über den Anbieter „Urlaubsguru“ haben wir ein relativ preiswertes Privat-Appartement gefunden. Dann bleibt wenigstens etwas Geld für die Pubbesuche.

    • Kristian

      „Ob Süden, Norden, Osten oder Westen – Reiners Reisen sind die Besten!“

  2. Sabine

    Reiner ist und bleibt ein Fuchs

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